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Matthias Garff

Menagerie 2021 - Matthias Garff

Antennen-Vögel - Matthias Garff

Bilder - Matthias Garff

Insektenkästen-Käfer-Falter - Matthias Garff

Matthias Garff
Biografie

  • 1986 in Solothurn geboren, CH
  • 1996 - 2006 wohnhaft in Göppingen
  • 2008–13 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK), Fachklasse Prof. Grossarth
  • 2013 Diplom Bildende Kunst
  • 2013 - 2015 Meisterschüler, Prof. Lutz Dammbeck, HfBK Dresden
  • Matthias Garff lebt und arbeitet in Leipzig.

Ausstellungen

  • 2021 Matthias Garff, Städtische Galerie Offenburg
    EDEN, Galerie Tammen, Berlin (mit Lars Theuerkauff) 
    Gartenvögel, CONNECT, Museum der Bildenden Künste Leipzig
    Vogelbad, Orangerie Schwetzingen
    Menagerie, Galerie Tobias Schrade, Ulm
    Insektenkästen, Galerie ArtHerb, Wetzlar 
    Habitat, Kunstsammlung Neubrandenburg
    Wild Thing, Stern-Wywiol Galerie, Hamburg
  • 2020 HAPPY? Brixy + Garff, Altes Pumpwerk Neckarau, Mannheim
    Insektenfenster - Kunstraum Praline, Leipzig
    Konferenz der Tiere, Schloß Rochsburg, Lunzenau 
  • 2019 Maritza Nature Trail, Plovdiv 2019 Foundation, Plovdiv, Bulgarien
    Matthias Garff + Luc Imsand, Galerie heissingsart, Lübeck
    Garff + Pelka, Galerie Tammen, Berlin
  • 2018 Konferenz der Tiere, Deutsche Werkstätten Hellerau, Dresden
  • 2017 Matthias Garff: Stempelbilder, Josef Filipp Galerie, Leipzig
  • 2016 Kleine Insektenschau, Josef Filipp Galerie, Leipzig
  • 2014 Homo erectus, Galerie Brüderstraße, Görlitz
  • Altweltaffen positiv, Galerie Margareta Friesen, Dresden
  • 2013 Die Argentinische Verwandtschaft, Freitaler Technologiezentrum, Freital 
  • 2012 Der Argentinische Garten - Europapremiere, HfBK Dresden
  •  
  • Ausstellungsbeteiligungen
  • 2021 Landschaft II, Galerie Tammen, Berlin
    PLAY, Staatsgalerie Stuttgart
  • 2020 What A Year!, Galerie Tammen, Berlin
    Garten Eden, Galerie am Dom, Wetzlar
    Facetten, Städtische Galerie Ostfildern
    StillLeben, Galerie Tobias Schrade, Ulm
  • 2019 Eläin, Art Center Väinölä, Varkaus, Finnland
    Stillleben, Galerie Tammen, Berlin
    SPA & BEAUTY, Galerie Hartwich, Sellin auf Rügen
    Sommerausstellung, Galerie kunstück, Oldenburg
    Tier – Sinnbild der Götter, Skulpturensommer Pirna
  • 2018 Jenseits von Beeten, Begehungen 2018, Chemnitz
  • 2017 Tête-à-Tête, Galerie Margareta Friesen, Dresden 
  • Matthias Garff und Marc Taschowsky, Galerie Tobias Schrade, Ulm
  • Final Exhibition: “Buttersäuer-Senf”, PILOTENKUECHE, Leipzig
  • Kirsten Brünjes und Matthias Garff, Pius-Hospital Oldenburg
  • Tierisch III,Galerie Kunstück, Oldenburg
  • 2016   Jahresausstellung Darmstädter Sezession
  • ..and found, Westpol Airspace, Leipzig
  • Star Dreck, Zuständige Behörde, Leipzig
  • 2015   Galerie bipolar, Leipzig, Staub  (D)
  • Abstrakt, Galerie Margareta Friesen, Dresden
  • Open Studio, HILO Galeria, Buenos Aires
  • Afuera, La Ira de Dios, Buenos Aires
  • Ménagerie, Josef Filipp Galerie, Leipzig
  • Super!MACHT, 24-Stunden-Ausstellung, Leipzig
  • Vögel und Heilige, Galerie tiliart, Dresden
  • 2014  Around You, OSTRALE, Dresden
  • IMPORT=EXPORT II, Galerie module, Dresden
  • Schöne Schwestern, Sächsischer Landtag, Dresden
  • 2013 PLURALPROJEKT 2013, Atelierhof Kreuzberg, Berlin
  • Diplomausstellung, Hochschule für Bildende Künste Dresden
  • IMPORT=EXPORT, it‘s mee gallery, Stuttgart
  • 2012 TAUBE OHREN, Hochschule für Bildende Künste Dresden
Matthias Garff

Sammlungen

  • Kunstsammlung des Bundestages
  • Städtische Sammlung Bautzen (Dauerausstellung Museum Bautzen)
  • Sammlung der Ostsächsischen Sparkasse Dresden
  • Sammlung Skulpturengarten Weisser Hirsch, Dresden
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  • Arbeiten im Öffentlichen Raum

  • ANOHA - Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin

Preise
Auszeichnungen

  • 2019 European Capital of Culture 2019, Plovdiv, Bulgarien, Artist-in-Residency
  • 2017 Local Resident, Pilotenkueche, Leipzig
  • 2016 Wettbewerb Kunst am Bau, Finanzamt Grimma, 3. Platz
  • 2016 Nominierung für den Preis der Darmstädter Sezession
  • 2015 La Ira de Dios, Buenos Aires, Artist-in-Residency

Matthias Garff 

Susanne Greinke über die Arbeiten von Matthias Garff
Katalogtext zur Ausstellung Matthias Garff - Homo erectus, 2014, Galerie Brüderstraße, Görlitz
 
Von fliegenden Hummeln über Darstellungen von Vögeln und überlebensgroßen Primaten bis hin zu einer ausgestorbenen Urform des Menschen, dem Homo erectus, reicht der Figurenkosmos von Matthias Garff. Sein Interesse an Naturvorgängen und unseren tierischen Nachbarn begann schon in der Kindheit und bestimmt nun sein künstlerisches Werk. 
 
Garff arbeitet an einer Menagerie der besonderen Art und reflektiert dabei das Verhältnis des Menschen zum Tier und zur Natur allgemein. Damit begibt er sich auf tief ausgetretene Pfade, denn das Tier als Motiv der Kunst findet sich seit den frühesten Bildäußerungen, wie den steinzeitlichen Höhlen von Altamira und Lascaux, in allen Epochen. Das Verhältnis des Menschen zum Tier wird von Zuschreibungen und Projektionen bestimmt. Wir schauen Tiere nicht nur wegen ihrer Schönheit, Niedlichkeit oder Hässlichkeit an. Wir beobachten sie ohne sie durchschauen zu können und machen aus ihnen Ebenbilder oder Spiegel unserer Selbst. Diesen Phänomenen geht Matthias Garff nach. Wenn er tierische Verhaltensweisen mit unterschiedlichen Charakteren verbindet und sie in der Materialität und Gestaltung verdeutlicht oder seine Figuren zu Gruppen formiert, die sozialen Gefügen gleichen, erinnern seine Arbeiten an Fabeln. Manche seiner Skulpturen geraten zu Mischwesen zwischen Tier und Mensch, wie der hoch aufragende Schimpanse aus der Serie Altweltaffen, der eher einer Schimpansenhülle gleicht, als der naturgetreuen Nachbildung des Tieres. Überhaupt ist Garff kaum an einer realistische Abbildung interessiert. Grob zusammengeschraubt, geklebt oder genagelt, lässt er seine Geschöpfe aus gefundenem Material entstehen, wobei er diesen Entstehungsprozess selbst nachvollziehbar macht und die jeweiligen Materialästhetik bewusst als Gestaltungsmittel nutzt. Wie unvereinbar die Kunst und die Natur letzlich bleiben, führt er in seinen Videoarbeiten wie dem Argentinischen Garten vor. Hier konfrontiert er die realen Tiere unmittelbar mit seinen Schöpfungen und stößt vor allem auf Ignoranz und Desinteresse der Tiere an ihren künstlichen Ebenbildern. Im Gegensatz zu uns braucht das Tier weder den Menschen noch die Kunst.