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Harry Meyer

Öl auf Leinwand - Harry Meyer

Harry Meyer
Biografie

  • 1960 in Neumarkt geboren
  • 1976-79 Handwerkslehre in Nürnberg
  • 1988-93 Studium der Architektur
  • 1993 Diplomabschluß
  • 1994 Meisterkurs „Art in Architecture“ bei Frank Stella
  • 2005 Gastprofessur PENTIMENT, Hamburg
  • Harry Meyer lebt und arbeitet bei Augsburg

Ausstellungen

  • 1989 Mönchehaus-Museum Goslar
  • Städtische Galerie Amagasaki/Japan
  • 1990 Kulturhaus Houngzhou/VR China
  • Städtische Galerie Ljubljana/Jugoslawien 
  • 1992 Museum Bochum 
  • 1993 Städtische Kunstsammlungen Augsburg, „Druckgraphik“, Galerie im Welserhof
  • Städtische Galerie Nagahama/Japan
  • 1994 Städtische Kunstsammlungen Augsburg,„Malerei“, SchaezlerpalaisGoethe Institut, Belem/Brasilien
  • 1995 Bundesauswahlverfahren „Villa Massimo“, Bonn
  • Kunstverein ErlangenStädtische Galerie Rosenheim 
  • 1996 Städtische Galerie Waldkraiburg
  • Neues Stadtmuseum Landsberg
  • Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg 11. Nationale der Zeichnung, Augsburg 
  • 1997 Kunstverein Kronach
  • Städtische Galerie Füssen ART Frankfurt
  • Große Kunstausstellung, München
  • Große Kunstausstellung NRW, Düsseldorf Städtische Galerie Erlangen
  • 1998 Kunstverein Erlangen
  • Art Frankfurt
  • Biennale der zeitgenössischen Druckgraphik Italiens, Mirano
  • Große Kunstausstellung, München
  • Große Kunstausstellung NRW, Düsseldorf
  • Städtische Kunstsammlungen Augsburg,
  • Kunstverein Coburg 
  • 1999 Art Frankfurt
  • Große Kunstausstellung, München 
  • 2000 Kunstverein AichachArt Frankfurt
  • Große Kunstausstellung NRW, Düsseldorf
  • Kunstsammlungen der Stadt Limburg
  • Hallescher Kunstverein, Halle
  • Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg
  • 2001 Art Frankfurt
  • Kunst Köln141 Nationale der Zeichnung, Augsburg
  • Große Kunstausstellung NRW, Düsseldorf
  • Kunstverein Rosenheim 
  • 2002 ART FrankfurtKunsthaus Nürnberg
  • Städtische Galerie Erlangen Kunst-Raum-Akademie der Diözese Rottenburg Stuttgart, Stuttgart Städtische Galerie „Die Fähre“, Bad Saulgau
  • Heidelberger Kunstverein „DER BERG“ 
  • 2003 Landesvertretung des Freistaats Bayern, BerlinStädtische Galerie TuttlingenART Frankfurt
  • Lucas-Cranach-Stiftung, Wittenberg Galerie Bodenseekreis, Meersburg Kunsthaus Nürnberg
  • Heidelberger Kunstverein
  • 2004 Museum Schloß Wilhelmsburg, Schmalkalden
  • Städtische Galerie Wertingen
  • ART Frankfurt
  • Große Kunstausstellung München
  • 13. Experimentelle, Schloß Randegg 
  • Kunsthaus Nürnberg
  • Städtische Kunstsammlungen Augsburg
  • Städtische Galerie.“Villa Bosch“, Radolfzell
  • Kunstverein Augsburg, Holbeinhaus
  • Städtische Galerie Traunstein
  • Fine Art Institut, Shenzhen/VR China
  • 2005 Kulturverein Rottenburg
  • Kunstverein “Das Damianstor“, Bruchsal
  • EON München, 20. Salon de Printemps, Luxemburg
  • 2006 Galerie Bode, Nürnberg Schwäbische Galerie, Oberschönenfeld
  • Städtische Galerie „Villa Bosch“, Radolfzell“ 14. Experimentelle, Schloß Randegg
  • Kunstsammlungen der Stadt Limburg Kunstverein Eislingen, 2. Biennale der Zeichnung
  • Kunstverein „Das Damianstor“, Bruchsal
  • Kunsthaus Nürnberg Museum zeitgenössischer Kunst, Skopje Kunstverein Weiden
  • Städtische Galerie Böblingen Galerie Bode, Nürnberg
  • 2007 Galerie Schloß Mochental "Die Alb"
  • 2008 Galerie Tobias Schrade "en pleinair"
  • 2008 Shanghai Art Fair, Galerie Bode 
  • art Karlsruhe, Galerie Keller 
  • Kulturspeicher Oldenburg 
  • Galerie Oberländer, Augsburg 
  • Galerie Keller, Mannheim 
  • Galerie Meier, Freiburg
  • Galerie Lutz Rohs, Düren
  • Galerie Bode, Nürnberg
  • Galerie Rothe, Frankfurt
  • Galerie Tobias Schrade, Ulm
  • Art Cologne, Galerie Rothe
  • SIPA Seoul, Galerie Bode
  • 2009 art Karlsruhe, Galerie Meier
  • Kunstverein Coburg
  • K.& Gallery Seoul/Korea
  • Galerie EL, Lübeck 
  • Galerie Jesse, Bielefeld
  • Galerie Meier, Berlin
  • Art Fair Daegu/Korea, Galerie Bode
  • Galerie Moderne, Bad Zwischenahn
  • Gallery Angela Dikeoulia, Athen
  • Galerie Z, Nijmegen/Niederlande
  • Galerie Schrade, Schloß Mochental
  • Landesmuseum Oldenburg
  • Art Museum Wuhan, Wuhan/China
  • Kunsthalle Dominikanerkirche, Osnabrück
  • 2010 Jajaknamu Gallery, Seoul/Korea
  • Art Cologne, Galerie Hennemann
  • art Karlsruhe, Galerie Keller
  • Kunstverein Augsburg 
  • KIAF Seoul/Korea, Galerie Bode
  • Art Fair Daegu/Korea, Galerie Bode
  • 2011 Kunstverein Ellwangen, Ellwangen
  • Museum Würth, Künzelsau
  • ​Ernst Ludwig Kirchner Verein, Fehmarn (mit M. Fahl)
  • Galerie Bode, Seoul/Korea (mit W. Knaupp und C. Lehmpfuhl)
  • Chungdam Gallery, Gyeonggi/Korea (mit W. Knaupp und C. Lehmpfuhl))
  • Städtische Galerie im Höhmannhaus, Augsburg 
  • KIAF SeoulKorea; Galerie Bode
  • 2012 Galerie Bode, Nürnberg (mit Werner Knaupp)
  • Art Karlsruhe, Galerie Bode (mit Werner Knaupp)
  • Städtische Galerie Ochsenhausen
  • Kunstverein Geislingen
  • Kimreeaa Gallery, Seoul/Korea 
  • G KIAF Seoul/Korea, Galerie Bode
  • Art Fair Daegu/Korea, Galerie Bode
  • Contemporary Art Ruhr, Essen
  • Schubertiade Schwarzenberg/Österreich
  • Galerie Bode, Nürnberg
  • Kunstverein Mannheim
  • Städtische Galerie Wertingen
  • Künstlerhaus Marktoberdorf
  • Städtische Galerie Garmisch-Partenkirchen
  • Kunsthaus Nürnberg
  • Museum Gera
  • 2013 Galerie Bode, Nürnberg
  • Schwäbische Galerie, Oberschönenfeld
  • e. Jung Gallery, Seoul/Korea
  • White Birch Gallery, Seoul/korea
  • TV 12 Gallery, Seoul/Korea
  • Chungdam Gallery, Gyeonggi/korea
  • KIAF, Seoul/Korea, Galerie Bode
  • Art Busan, Galerie Bode, Dosi Gallery
  • Seoul Open Art Fair, Galerie Bode
  • Korean Galleries Art Fair Seoul, Dosi Gallery
  • Art Daegu, Cungdam Gallery
  • Art Fair Hamburg
  • Galerie Bode, Nürnberg
  • Dosi Gallery, Busan/Korea
  • Kunstverein Freiburg
  • Kunstverein Aichach
  • Museo Würth La Rioja/Spanien
  • 2014 Galerie Bode, Daegu/Korea
  • Museum für Bildende Kunst, Oberfahlheim
  • Galerie Dorothea Schrade, Leutkirch
  • Städtische Galerie Schwabach
  • Kimreeaa Gallery, Seoul/Korea
  • Art Busan, Galerie Bode
  • Galerie Tobias Schrade, Ulm

 

Harry Meyer

Sammlungen

Sammlung des Deutschen Bundestages
Auswärtiges Amt, Berlin
Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Kunsthalle in Emden
Städtische Kunstsammlungen Augsburg
Städtische Kunstsammlung Regensburg
Städtische Kunstsammlung Tuttlingen
Städtische Kunstsammlung Radolfzell
Städtische Kunstsammlung Ochsenhausen
Städtische Kunstsammlung Geislingen
Schwäbische Galerie, Oberschönenfeld
Staatliches Hochbauamt Schwaben
Akademie für Lehrerfortbildung, Dillingen
Neues Stadtmuseum Landsberg
Regierungspräsidium Freiburg
Kunstsammlung Fujitsu Siemens 
Bayerische Landeszentralbank
Bayerische Elektrizitätswerke
LfA Förderbank Bayern, München
Sparkassensammlungen Augsburg, Aschaffenburg, 
Füssen, Göppingen, Gottmadingen, Ingolstadt, 
Kaufbeuren und Schweinfurt
Galerie Bodenseekreis Friedrichshafen
Sammlung des Landkreises Ravensburg
Sammlung der Nürnberger Nachrichten
Sammlung Krohne Messtechnik, Duisburg
Fürstliche Kunstsammlungen, Wolfegg
Bauindustrieverband Niedersachsen
Diözese Rottenburg/Stuttgart
Diözesanmuseum Eichstätt
Sammlung Hurrle, Durbach
Nissan Motor Manufacturing Belgien
SAP, Walldorf
Sammlung Würth, Künzelsau

Preise
Auszeichnungen

  • 1992 Schwäbischer Kunstpreis
  • 1993 Kunstförderpreis für Malerei der Stadt Augsburg
  • 1994 Meisterkurs „Art in Architecture“ bei Frank Stella
  • 1996 Arbeitsstipendium Künstlerbahnhof Ebernburg
  • 1997 Arbeitsstipendium der Stiftung Kulturfonds/ Berlin im Künstlerhaus Ahrenshoop
  • 1998 Kunstpreis Aichach
  • 1999 Anerkennungspreis der Nürnberger NachrichtenKunstpreis Dillingen
  • 2000 Kunstpreis der Stadt LimburgKunstpreis der Nürnberger Nachrichten
  • 2001 Helen-Abbott-Förderpreis für Bildende Kunst, Berlin &endash; New York
  • 2002 Kunstpreis der Stadt DonauwörthAtelierförderung des Kultusministeriums Bayern
  • 2003 Lucas Cranach Preis der Cranach-Stiftung, Wittenberg
  • 2004 Arbeitstipendium der Stadt Wertingen
  • 2005 Gastprofessur für Malerei in PentimentHochschule für angewandte Wissenschaften, Hamburg
  • 2006 Sonderpreis zum Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten
  • 2012 Kunstpreis des Landkreises Augsburg

Phytón


Brigitte Herpich über die Arbeiten von Harry Meyer 

… „ein Dialog entsteht, und so beginnt | die langsame Selbsterfindung der Seele, Schritt für Schritt | in einer Welt | die sich zwar dreht und windet | und doch kein Ende findet | und was wir mit Seele meinen | ist doch das, was jedem Anatom entgeht | die Summe der Bewegung und des Tausches“
John Burnside „De anima - nach Aristoteles“ (Auszug)
 
Als Harry Meyer zum ersten Mal gefragt wurde, ob das große, annähernd quadratische „Blumenbild“ aus dem Sommer 2010 ein Stilleben sei, so lautete die Antwort sinngemäß in etwa, nichts Genaues wisse man nicht.
Konsultiert man die Kunsthistorie zum Gattungsbegriff des „Stillebens“, so ist dies auch nicht unmittelbar hilfreich, türmen sich doch die einschlägigen Ausführungen zum Literaturgebirge, welches zu erklimmen nicht geringe Anstrengung erforderlich machte. Immerhin finden sich relativ rasch einige Merkmale, die regelmäßig wiederkehren; Zedlers „Universal-Lexicon aller Wissenschaften und Künste“ faßt im Artikel „Stillliegende Sachen“ (sic!) 1744 die wesentlichen Termini zusammen: es gehe um „unbewegliche Dinge, als Blumen, Früchte, Speisen … und dergleichen, welche auf einem Tisch, oder sonst wo, nach gefälliger, doch in angenehmer Ordnung liegend vorgestellet, und nach dem Leben abgebildet werden.“
„Unbeweglichkeit“ scheint also wichtig, ein bestimmter Gegenstand – den Meyer mit dem Sujet der „Blumen“ in der Vase auf den ersten Blick einzuhalten scheint –, eine wie auch immer geartete Form der „Ordnung“, sowie die „Abbildung nach dem Leben“, bedeutet im Großen und Ganzen: nach der Natur, oder ganz einfach: so wie es wirklich aussieht.
Versuchen wir diese Begrifflichkeiten als Gesamtheit auf das Bild anzuwenden, so kommen wir nicht richtig weiter, eher das Gegenteil ist der Fall: „unbeweglich“ sind Harry Meyers „Blumen“ keinesfalls – wenn es sich denn überhaupt um solche handelt! Viel eher umgibt uns etwas Animalisches, etwas Tierhaftes und Spinnenartiges, eine beinahe physisch präsente Bewegung; es umweht uns ein Tentakel-Sturm, ein Tosen, so gewaltig wie lautlos. Irgendwie hat dies mit Blumen nichts zu tun, eigentlich ganz allgemein nicht mit Pflanzen, deren „Demütigung“ nach den Worten des Dichters eben darin besteht, daß wir sie „pflanzen“ könnten, auf daß sie, auf unser Geheiß, dort blieben, wo wir wollten. Meyers „Blumen“ – um der Einfachheit halber bei dieser Bezeichnung zu bleiben – erwecken nicht den Eindruck, als hätten sie auch nur die geringste Neigung, sich dem Bildformat zu fügen. Oder sich einer „Ordnung“ zu beugen, um einen der oben angeführten Termini wieder aufzunehmen.
Was man festhalten kann, um ein zwischenzeitliches Fazit der Bildbetrachtung zu formulieren: wir blicken definitiv auf etwas, das lebt; mehr noch, das beseelt ist. Der Philosoph Bernhard Taureck spricht in seiner Darlegung über Metaphern und Gleichnisse in der Philosophie mit dem griechischen Wort, phytón, heißt: Pflanze, Gewächs, Gewachsenes, Geschöpf. Begriffe, welche zusammengenommen eine Vielschichtigkeit und einen Bedeutungsumfang erreichen, die dem, was der Künstler Harry Meyer auf seinem Bild zeigt, näher kommen als die einfache „Blume“, die allzuschnell auf etwas ausschließlich Dekoratives reduziert wird. Und wir beginnen an dieser Stelle, bei der Erkenntnis des phytón als beseelt – und somit uns selbst seelenverwandt, wenn vielleicht auch nur in einer Schnittmenge – in Worte fassen zu können, was uns bei Meyers Bild anrührt: wir betrachten das Bild; aber es betrachtet auch uns! Die Stille im Gemälde ist die Stille vor dem Gemälde; und war oben die Rede von der „Unbeweglichkeit“, respektive wurde ihre Nicht-Existenz im Bilde nachgewiesen, so ist sie plötzlich wieder da: unsere „Unbeweglichkeit“ ist es, um die es eigentlich geht – und die das „Stilleben“ als solches konstituiert! Vor dem Bildwerk verharrend, welches uns festhält, zur „Stille“ zwingt, zum lautlosen Dialog ohne Worte, vermögen wir dem Wesen alles Lebendigen nachzuspüren.
Und so wird aus dem „Zwang“ zur Stille, den das Gemälde ausübt, das „Geschenk“ der Stille, das es uns überreicht – und gleichzeitig eine Gabe an die Welt: der auf die Bildbetrachtung fokussierte, „stillgelegte“ Mensch wird in dieser seiner Zeit der Kontemplation nichts anderes verrichten – profaner formuliert: kein Unheil anrichten.
Übrigens: zwischenzeitlich haben Harry Meyers „Stilleben“ vom Künstler ihren Namen erhalten: „Stilles Leben“ nennt er sie – dynamisch, vibrierend, pulsierend, wie die zweite Komponente dieses Bildtitels assoziiert; gleichzeitig erfüllt von einer Ruhe, welche im beredten Schweigen allein zu wachsen vermag.
 
Brigitte Herpich
 
Literatur:
Ingensiep, Hans Werner, Geschichte der Pflanzenseele. Philosophische und biologische Entwürfe von der Antike bis zur Gegenwart, Stuttgart 2001
Taureck, Bernhard H. F., Metaphern und Gleichnisse in der Philosophie. Versuch einer kritischen Ikonologie der Philosophie, Frankfurt am Main 2004
Artikel „Stillliegende Sachen“, in: Zedler, Johann Heinrich, Großes Vollständiges Universal-Lexicon aller Wissenschaften und Künste, Band 40, Leipzig und Halle 1744, Spalte 96


 

Fleischfressende Blumen oder das Wesen der Blume

 

Yolanda Tabanera (Madrid) über die Arbeiten von Harry Meyer

Das Stillleben bezeichnet einen Moment des Lebens am unvermeidbaren Übergang zum Tode. Ohne Zweifel geben die besonders eigenen Stillleben von Harry einen umgekehrten Prozess wieder.
Die von Harry auf den Leinwänden modellierten neuen Geschöpfe, unbekannte vegetale Organismen, kehren aus einem schläfrigen, vergessenen Zustand in ein explosives und brodelndes Leben zurück und verneinen so zumindest zeitweise den Tod. Im Unterschied zu den gewöhnlichen Stillleben weigert sich seine Malerei das Bild in jenen Augenblick einzufrieren, den das Natürliche und notwendigerweise Tödliche bezeichnet. In diesem Sinne wirken sie nicht wie ein “Memento Mori”, das uns an den Zerfall der Natur und die Flüchtigkeit des Lebens erinnert.
Im Gegenteil, mit der sinnlichen Fülle an Farbe, Bewegung und Material verwirren sie uns, lenken von der Gewissheit des Tödlichen ab mit dem Angebot einer frischen Lebendigkeit, die noch leidenschaftlich nach ihrer Form sucht. Tatsächlich scheint es, dass diese Blumen vorübergehende Zustände in Metamorphose zu anderer, unbekannter Gestalt sind, bewohnt mit Wesen, die zu rasenden aber harmonischen Initiationstänzen herausfordern.
Ornamentale Organismen mit einer zerbrechlichen Symmetrie, organische neobarocke Ornamente, Blüteninsekten, Früchte utopischer Tropen, unwahrscheinliche Korallenkörper. Harry Meyer malt all dies mit der reifen Leidenschaft eines großen Malers und nennt es Blumen.
Und ich frage mich, sind es fleischfressende Blumen oder das Wesen der Blume?