Marc Taschowsky

Biografie

1972 in Frankfurt geboren, in Dortmund aufgewachsen
1996-2001
Studium an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Prof. Hermann Albert
2002
Diplom freie Kunst
2003
Arbeitsstipendium des Hofbrauhaus Wolters, im  Künstlerhaus Meinersen


» zu den Arbeiten von Marc Taschowsky

» Blick in die Ausstellung 2010


Ausstellungen (Auswahl)

2001
Models, Mythen und Mysterien, Einzelausstellung, Galerie Konvention, Berlin
Episoden das kleine Format in der Malerei heute Gruppenausstellung, Galerie Konvention, Berlin
2002 Plagiate Piktogramme Portraits, Einzelausstellung Galerie Konvention, Berlin
Das kleine Format,  Gruppenausstellung Schloss Gifhorn
2003 Make-up, Einzelausstellung Galerie Neues Frankfurter Tor, Berlin    
Realität, Gruppenausstellung Kunstmuseum Hollfeld
Landschaft und Figur, Gemeinschaftsausstellung mit Susanne Maurer
Marketing Management Institut, Braunschweig       
Vorbilder-Nachbilder, sechzehn Maler aus Berlin, Der Blaue Salon, Berlin
Hauptsächlich Frauen, Künstlerhaus Meinersen
2004 History, Galerie scetch-act, Berlin
Gemeinschaftsausstellung mit Susanne Maurer im nh Hotel in Frankfurt in Zusammenarbeit mit der Galerie Barbera von Stechow /Frankfurt
2005 Juxtapositions Franco- Allemandes, Deutsche Botschaft Paris, Einzelausstellung
summer in the city, Gruppenausstellung in der Galerie Vömel, Düsseldorf, in Zusammenarbeit mit Galerie Barbara von Stechow
Darmstädter Sezession, Gruppenausstellung, Darmstadt
2006    Galerie Tobias Schrade, Einzelausstellung, Ulm
Ecke Galerie, Einzelausstellung, Augsburg
Galerie Schöber, Arttorwand Gruppenausstellung, Dortmund,
Galerie Kramer, zusammen mit Susanne Maurer, Bremen
2007
Galerie Frebel, mit Susanne Maurer, Westerland Sylt
Galerie Friedmann-Hahn, Einzelausstellung, Berlin
2008 Galerie Kramer, Einzelausstellung, Bremen
Investment Bank Berlin, zusammen mit Susanne Maurer, Berlin,
Kunstverein Lemgo, zusammen mit Susanne Maurer, Lemgo
Kunstmuseum Walter, Gruppenausstellung, Augsburg
Essenzen, Gruppenausstellung, Galerie Friedmann-Hahn, Berlin
Künstlerpaare, Gemeinschaftsausstellung mit Susanne Maurer, Galerie Dorothea Schrade, Diepoldshofen
60x60, Gruppenausstellung, Galerie Peters-Barenbrock, Ahrenshoop
Kriegerinnen, Einzelausstellung, Kunstverein Schöningen
Wagnis Wirklichkeit, Gruppenausstellung Galerie Epikur, Wuppertal


Messebeteiligungen

2004
Art fair Köln, vertreten durch
Galerie Barbera von Stechow
2005
Art fair Köln, vertreten durch
Galerie Barbara von Stechow
2006, 08,09,10 
Art Karlsruhe, vertreten durch
Galerie Tobias Schrade


Öffentliche Akäufe
Nord LB Hannover
IBBank Berlin
Edwin Scharff Museum, Neu - Ulm

Marc Taschowsky im Atelier
Marc Taschowsky im Atelier


Die Männer haben ausgedient

Kess, schlank und schön: Die "Kriegerinnenen" von Marc Taschowsky; von Marianne Winter

Braunschweiger Zeitung Kulturteil


Nein, keine Spur von Kriegerinnen! Der Titel führt in die Irre. Aber was sie so träumen, die jungen Frauen aus den Magazinen und Fernsehserien, das bringt Marc Taschowsky, 36, nachvollziehbar auf den Malgrund. Der Kampf ist längst Vergangenheit und hat selbstbewussten Siegerinnen Platz gemacht.
Kess, schlank und schön sind sie, seine Leinwandheldinnen, die Barbarellas, Barbies, Models und Serienstars, die der Berliner Künstler aus ihrer Medienwelt seziert, um sie durch Ölmalerei zu veredeln.
Zwischen Sternen und Schmetterlingen werden sie in ihren nächtlichen Träumen von Raffaels Engelchen, von Bienen und Minisauriern der Kinder-Comics umgarnt. Miss Piggy und Kermit sind ihre Spielgefährten, und auf dem Sofa räkeln sie sich zwischen Loriots liebenswerten Tieren. Grimms Märchen schicken einen Raben als Nachtmahr, der Trickfilmer Disney sogar Mogli aus dem Dschungel als Begleiter.
Männer haben ausgedient. Ihre Herrschaft ist passé. Aber die Damen können auch mythisch als "Apokalyptekainnen" in einem magischen Tanz auftreten und schließlich sogar zur "Götterdämmerung" auf einem Leguan einreiten. In Schöningen hat der tüchtige Kunstförderverein sich den sehenswerten Künstler an Land gezogen, der von 1996 bis 2001 an der Braunschweiger HBK freie Kunst studiert hatte.
Taschowskys Bildsprache aus Zitaten und Imagos der Medienwelt umkreist deren Scheinwelt, die Anspruch auf Realität erhebt, und liefert Post-Pop-Art überzeugend frisch. Seine Malerei sprüht vor Farblust, liebt schwungvolle Lockerheit, unfertige Leerflächen, tropfende Farbverläufe, plakative Intensität.
Durch kraftvolle Konturen ist die Zeichnung gleichwertig im Bild. Das unfertig Flüchtige erinnert an Wegwerfkultur und vordergründige Lebenssicht. Marc Taschkowskys Bilder erzählen von kindlicher Faszination und Fixierung auf diese Wirklichkeitsillusion bei gleichzeitiger Ernüchterung des Erwachsenen.